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Griechische Landschildkröten
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| Wachstumsdiagramm: ideale Gewichtszunahme bei T. hermanni boettgeri |
Wachstumsdiagramm von T. hermanni in Griechenland und Südfrankreich |
weitere Beispiele:
| Testudo hermanni boettgeri + Testudo graeca ibera |
Testudo hermanni hermanni | Testudo graeca, kleinerbleibende Unterarten | Testudo marginata | ||||||||
| Alter | g | Alter | g | Alter | weibl. | männl. | Alter | g | |||
| Schlupfgewicht | 16 | Schlupfgewicht | 10 | Schlupfgewicht | 8 | 8 | Schlupfgewicht | 18 | |||
| 1 Jahr | 32 | 1 Jahr | 20 | 1 Jahr | 16 | 16 | 1 Jahr | 36 | |||
| 2 Jahre | 48 | 2 Jahre | 30 | 2 Jahre | 24 | 24 | 2 Jahre | 54 | |||
| 3 Jahre | 72 | 3 Jahre | 45 | 3 Jahre | 36 | 36 | 3 Jahre | 81 | |||
| 4 Jahre | 108 | 4 Jahre | 68 | 4 Jahre | 54 | 54 | 4 Jahre | 122 | |||
| 5 Jahre | 162 | 5 Jahre | 101 | 5 Jahre | 81 | 81 | 5 Jahre | 182 | |||
| 6 Jahre | 243 | 6 Jahre | 152 | 6 Jahre | 108 | 108 | 6 Jahre | 273 | |||
| 7 Jahre | 324 | 7 Jahre | 203 | 7 Jahre | 144 | 135 | 7 Jahre | 365 | |||
| 8 Jahre | 432 | 8 Jahre | 270 | 8 Jahre | 180 | 162 | 8 Jahre | 486 | |||
| 9 Jahre | 540 | 9 Jahre | 338 | 9 Jahre | 216 | 189 | 9 Jahre | 608 | |||
| 10 Jahre | 648 | 10 Jahre | 405 | 10 Jahre | 252 | 216 | 10 Jahre | 729 | |||
| 11 Jahre | 756 | 11 Jahre | 473 | 11 Jahre | 288 | 243 | 11 Jahre | 851 | |||
| 12 Jahre | 864 | 12 Jahre | 540 | 12 Jahre | 324 | 270 | 12 Jahre | 972 | |||
| 13 Jahre | 972 | 13 Jahre | 608 | 13 Jahre | 360 | 297 | 13 Jahre | 1094 | |||
| 14 Jahre | 1080 | 14 Jahre | 675 | 14 Jahre | 396 | 324 | 14 Jahre | 1215 | |||
| 15 Jahre | 1188 | 15 Jahre | 743 | 15 Jahre | 432 | 351 | 15 Jahre | 1337 |
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| so sollte der Zuwachs aussehen |
Warum darf eine Schildkröte nicht zu schnell wachsen ?
Die Kleine hat in der Natur viele
Jahre Zeit um gross zu werden. Die kargen Futterpflanzen, die trockenen
Sommermonate, die Winterruhe: alles sind Faktoren, die das Wachstum eigentlich
eher bremsen. Zudem muss gerade eine kleine Schildkröte immer auf
der Hut vor Fressfeinden sein. Taucht also am Himmel über ihr eine
verfressene Krähe auf, die gerade Futter für ihre Jungen im Nest
sucht, dann wird sich eine kleine Schildkröte ganz schnell verstecken
müssen, um nicht gefressen zu werden. Dann fällt halt diesmal
das Mittagessen aus. So ein Zwergerl kann auch nicht an alle Pflanzen heranreichen
und zudem muss sie ja auch eine ganze Menge laufen, um an ihr Futter zu
kommen. Das kostet Kraft und Kalorien.
Auf dieses Leben sind die Schildkröten
der meisten Arten seit millionen von Jahren regelrecht programmiert. Leben
sie bei uns in einer recht üppigen Terrarienwelt, dann neigen sie
dazu, zu nehmen, was gerade geboten ist, denn morgen könnte es ja
nichts zu fressen geben. Das führt leider dazu, dass sie bei uns meist
schneller wachsen, als ihnen gut tut. Dieses schnelle Wachstum hat aber
für die Tiere nur Nachteile: ein stabiler Knochenbau leidet darunter,
die Knochen werden weich und porös ausgebildet. Die Panzerform ist
dann auch nicht mehr so schön hochgewölbt, sondern eher flach
und breit und oft auch noch höckerig. Als Folge davon haben die Organe
gar nicht mehr so richtig Platz und liegen nun zu dicht gedrängt beieinander,
was sie manchmal sogar in ihrer Funktion behindert. Das Lungenvolumen ist
dann auch oft verringert.
Die Landschildkröten sind vor allem im Frühjahr richtige Fressmaschinen, die
hineinschlingen, was nur irgendwie geht. Das ist bedingt durch die recht
kurze Zeit im Frühling, in der in ihrem natürlichen Habitat saftige
Wiesenkräuter zur Verfügung stehen. Spätestens Mitte bis
Ende Juli ist es in den Vorkommensgebieten so heiß, dass die Tiere nur
noch getrocknete Pflanzen vorfinden, bis es im September wieder
kühler ist und regnet. in einem Terrarium und Freilandanlagen ist
es nie so heiß und das Futter ist immer saftig und frisch. Also wachsen
gerade die Jungtiere bei uns meist viel zu schnell. Zudem setzen größere Tiere sehr schnell
"Speck" an, was für die Organe auch nicht gerade zuträglich ist
(Herzverfettung, Leberverfettung). Hier kann man gegensteuern, in dem man
den Tieren viel Heu anbietet und nicht so viel Frischfutter. Heu wird nicht so gierig gefressen wie Frischfutter und dadurch haben die Tiere weniger "Baustoffe" zum Wachsen.
Wenn eine europäische Landschildkröte artgerecht ernährt wird und ihre Futterportionen nicht überdimensioniert sind, dann wächst sie fast so langsam, wie in ihrer natürlichen Umgebung.
Eine Schildkröte hat kein richtiges Sättigungsgefühl, wie wir das haben. Sie ist auf Fressen programmiert und nützt ein zu gutes Futterangebot reichlich aus. Sehr gut gefütterte Tiere werden auch immer heikler und picken sich nur noch ihr Lieblingsfutter heraus. Damit sind sie dann auch noch einseitig ernährt. Besorgen Sie sich deshalb eine gute
Waage, am besten eine
digitale Briefwaage oder Küchenwaage (Wiegeeinheit im 1 g- oder 2g-Schritt) und wiegen Sie ihr Krötli wöchentlich. Notieren Sie sich das Gewicht in einer
Tabelle. Damit haben Sie das Wachstum unter Kontrolle. Nebenbei können Sie gleich ganz gut erkennen, ob sich bei einem Tierchen vielleicht eine ernsthafte Erkrankung anbahnt, wenn während der Wachstumszeit plötzlich ein Wachstumsstillstand oder sogar eine Gewichtsabnahme eintritt. Längerer Gewichtsgleichstand oder sogar Gewichtsabnahme sind vor allem bei kleinen Tieren immer ein Alarmsignal! Falls die Kleine schneller wächst, als geplant, dann legen Sie einen weiteren Fastentag pro Woche ein, an dem die Kleine nur Heu bekommt und verkleinern Sie die täglichen Futterportionen. Meiden Sie vor allem zuckerhaltige Futtermittel, wie z. B. Obst oder Tomaten und füttern Sie keinesfalls "Schildkrötenfertigfutter", außer es ist Reptosan® oder von der Firma Agrobs!
(Siehe dazu auch den Menüpunkt "Ernährung / Futter")
Wie heisst es doch so schön ? "Hunger ist der beste Koch!" Das gilt gerade auch für unsere Landschildkröten.
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Die Homepage wurde zuletzt aktualisiert am 23.05.2010 © E. K. ![]() |