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Griechische Landschildkröte, Testudo hermanni - warum krank?

Griechische Landschildkröten
(gilt auch für Maurische Landschildkröte und Breitrandschildkröte)

Warum werden unsere Schildkröten krank?

 

 

Nach Auskunft vieler Tierärzte sind rund 90 - 95%! der Erkrankungen bei Landschildkröten im Grunde auf das Verschulden des Besitzers zurück zu führen.
Ungenügende Haltungsbedingungen, wie z. B.

  • zu wenig Licht in Qualität und Quantität,
  • ein zu geringes Wärmeangebot (weniger als 40°C unter dem Wärmespot, im Freiland zu kalte Böden in der Übergangszeit),
  • ungeeignetes Futter (zu eiweißreich, zu kohlenhydratreich, zu ballaststoffarm),
  • zu wenig Platz (zu kleine Terrarien oder Freilandgehege),
  • unverträgliche Tiere in einem Terrarium/Freilandgehege,
  • zu aufdringliche Männchen werden nicht von den Weibchen getrennt
  • zu viele Tiere in einem Terrarium/Freigehege
  • mangelnde Hygiene (es gibt tatsächlich Halter, die den Terrarienbodengrund nur einmal jährlich wechseln. Pfui!),
  • zu trockene oder zu feuchte Haltung, je nach Schildkrötenart,
  • versäumte Quarantäne mit neuen Tieren.
Alle, was die Tiere in ihrem Wohlbefinden stört, fördert Erkrankungen. Das ließe sich bei Berücksichtigung der wirklichen Bedürfnisse einer Schildkröte vermeiden.

Auch Verletzungen und Unfälle ließen sich bei artgerecht eingerichteten Terrarien/Freilandanlagen weitgehend vermeiden:

  • Mangels regelmäßiger Kontrollen übersehene kleinste Hautverletzungen, in denen sich Fliegenmaden ansiedeln, die die Schildkröten regelrecht ausfressen können
  • Viele "Dekorationsgegenstände" sind reine Stolperfallen,
  • zu rauhe Steine sorgen langfristig für Panzerverletzungen (ich sah Tiere, die nach 40 Jahren mit Waschbeton-Terrassenplatten als "Sonnenplatz" keinen mm Horn mehr am Bauchpanzer hatten; der rohe Knochen war fast ganzflächig zu sehen; die Tiere waren unterseits regelrecht plan geschliffen!),
  • zu schmale Durchgänge bereiten den Tieren Stress, weil nur noch ein Tier in eine Richtung den Engpass passieren kann,
  • zu kleine Einschlupföffnungen in Frühbeetkästen schaben jedes Mal am Panzer, wenn Tiere ein- oder ausgehen
  • Männchen drängen bei der Paarung die Weibchen an die Steinumrandung für Gartengehege, was bei den Weibchen langfristig zu Panzerverletzungen führen kann
  • ungesicherte Gartenteiche, in denen immer wieder Schildkröten ertrinken
  • ungesicherte Freilandgehege mit Jungtieren, die leicht Opfer von Krähen, Greifvögeln, Mardern oder auch Hunden werden können
  • ungesicherte Frühbeetkästen, Garagen und Dachböden, in denen Schildkröten überwintern und so Ratten und Mäusen willkommenes "Winter-Zubrot" werden können
  • Kunststoffgegenstände, vor allem wenn sie farbig sind, die von den Schildkröten angefressen werden. Ein kräftiger Schildkrötenschnabel ist nicht zu unterschätzen!
  • nicht zuletzt unbedacht ausgepflanzte Giftpflanzen in Freigehege oder Terrarium (ein horsfieldii-Männchen testete nach 15 Jahren im gleichen Garten das erste Mal die Rhododendronblüten. Leider war es auch das letzte Mal, das Tier verstarb innerhalb von 24 Stunden unter großen Qualen!)

  Ja, liebe Schildkrötenhalter, seht Euch Eure Gehege und Terrarien genau an und überlegt, was man evtl. ändern kann/muß, bevor es zu Problemen kommt. Oft kann man mit sehr einfachen Mitteln Abhilfe schaffen.
 
 
Die Homepage wurde zuletzt aktualisiert am 17.11.2017    © E. K.