Spendenaufruf

FreeCounter by eurocounter.com
EUROCOUNTER
 
zurück zum Hauptmenü
Startseite
Neu: Schildkröten- Adventskalender 2017
Im Wandel der Zeit...
About Me
Sitemap
Begriff suchen
 

 

Es sind  5  Besucher online.
Größte Zahl gleichzeitiger Besucher war am 15.08.2013
mit  326  Besuchern.
Griechische Landschildkröte, Testudo hermanni - krank, Medikamente

Griechische Landschildkröten
(gilt diesmal für ihre Besitzer)

Medikamente

 

 

Diese Seite ist den "Spezialisten" unter den Schildkrötenhaltern gewidmet, nämlich denen, die ihre Schildkröten selbst behandeln, oder es zumindest versuchen ;-)

Ich bin ja in all den Jahren doch so einiges herumgekommen, habe diverse Schildkrötenhalter und -züchter besucht und habe dabei festgestellt, dass einige von ihnen so manchem Tierarzt Konkurenz machen könnten.... zumindest was die Menge der greifbaren Medikamente angeht.
An einem heißen Sommertag entdecke ich bei einem Herren eine Liter-Flasche Panacur-Suspension am Fensterbrett, natürlich auf der Außenseite des Hauses, damit es möglichst nah an den Schildkröten steht. Bei einem anderen stapeln sich Vitaminpräparate und diverse Antibiotika gleich im Hausflur auf dem Sideboard und beim nächsten liegen jede Menge angebrochene Fläschchen ohne Umpack oder Beipackzettel, unbeschriftete Einwegspritzen mit unklarem Inhalt (im doppelten Sinne) und Tablettenkärtchen gleich im Gewächshaus... Wieder ein anderer hat diverse Antiparasitika auf seiner Küchenanrichte liegen.

Meine Frage nach der kranken Schildkröte wurde immer mit einem großen Fragezeichen im Gesicht beantwortet.
" Nein, im Moment ist keine krank..."

Hmmm.... aber warum dann die griffbereiten Medikamente, noch dazu mitten im Sommer einfach so herumliegen/-stehen?

"Ach, davon bekommen meine Schildkröten prophylaktisch täglich eine kleine Menge über's Futter/Wasser verabreicht, denn man weiß ja nie...."

Achso, aha....

Meine lieben Herren (und auch die Damen) Schildkrötenhalter!

Angebrochene Medikamente gehören, wenn sie wirken sollen, bis auf wenige Ausnahmen in einen Kühlschrank, weil sie sonst in kürzester Zeit verderben!
Dann sollten/dürfen solche Präparate auch nicht ständig unterdosiert zur "Prophylaxe" verabreicht werden. Das einzige, was man damit erreicht ist, daß die Schildkröten irgendwann ein Leberproblem haben und die Erreger, gegen die die Medikamente wirken sollen, irgendwann gegen das Präparat resistent sind.
Und dann... Ja, dann ist im schlimmen Fall des Falles guter Rat echt teuer, wenn man dann noch einen Wirkstoff finden will, der tatsächlich wirkt! So manches Tier verstarb deswegen, weil die vielen unsachgemäßen Vorbehandlungen von Laien dazu führten, dass wirklich kein einziges Antibiotikum mehr zum erwünschten Ziel führte! Wie die gezüchteten Jungtiere auf solche laienhaften Behandlungsmaßnahmen bei ihren Eltern reagieren oder wie hoch dann noch ihre Lebenserwartung liegt, das weiß noch kein Mensch!
Ich selbst behandle, wenn möglich, meine Tiere auch lieber selbst zu Hause. Alleine schon deshalb, weil dann den Schildkröten häufige stressige Fahrten zum Tierarzt erspart bleiben. Aber: Vorher lasse ich von einem guten Reptilien-Tierarzt einen Befund erstellen und lasse mir die nötigen frischen Medikamente in kleinen Mengen mitsamt einem Behandlungsplan mitgeben. Am Ende der Behandlung landen evtl. Medikamentenreste im Sondermüll-Kübel meiner Apothekerin. Nur Präparate die abgepackt, fest verschlossen und mit einem Haltbarkeitsdatum und dem Beipackzettel versehen sind, hebe ich im Kühlschrank auf. Präparate mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum landen ebenfalls im Sondermüll.

Fühlen Sie sich angesprochen?    Ja?    Macht nix, das sollte es bewirken! ;-)

Nein, jetzt nicht rot werden. Zum Medikamentenstapel gehen und gehörig ausmisten!

Es war mir ein ganz besonderes Anliegen, darüber zu schreiben und ich hoffe, daß es die Richtigen richtig verstanden haben. Danke für's "zulesen"!
 
 
Die Homepage wurde zuletzt aktualisiert am 17.11.2017    © E. K.