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Griechische Landschildkröte, Testudo hermanni - krank, Vergiftungen

Griechische Landschildkröten
(gilt auch für Maurische Landschildkröte und Breitrandschildkröte)

Vergiftungen

 

 

Nachdem ich seit Jahren immer wieder Mails zu mehr oder weniger nachgewiesenen Vergiftungsfällen bei Schildkröten bekomme, möchte ich hier alles auflisten, was mir dazu wichtig erscheint.
In erster Linie kommen hierfür im Freiland wachsende Giftpflanzen in Frage. Aber auch Pflanzen, die als Dekoration oder als Futterpflanzen im Terrarium Verwendung finden, dürfen natürlich nicht giftig sein.

Grundsätzlich ist bei Vergiftungen immer die Höhe der auf einmal aufgenommenen Dosis entscheidend. Schildkröten scheinen manche Gifte, die für Säuger schon in geringen Mengen tödlich sind, relativ problemlos zu vertragen (z. B. Aronstabgewächse, Akelei, Kalanchoe). Es ist bisher unbekannt, welche Gifte sich eventuell in der Leber anreichern und erst bei mehrmaliger/sehr häufiger Aufnahme und/oder nach einem längeren Zeitraum eine Giftwirkung auftritt.

Ein von vielen Haltern wenig bedachter Umstand ist auch, daß die Verdauung der Schildkröten verhältnismäßig lange Zeit in Anspruch nimmt. Das, was gefressen wird, kommt oft erst 2 - 3 Wochen später wieder hinten zum Vorschein. Das macht es natürlich um ein Vielfaches schwerer, zu beurteilen, welche Pflanze nun wirklich giftig ist oder tatsächlich gut vertragen wird. So manches Gift gelangt erst über den Dickdarm in den Blutkreislauf. Da befindet sich die Futterpflanze aber u. U. schon viele Tage im Darm der Schildkröte.

Nachgewiesen sind Vergiftungen durch:

  1. Eibe (Taxus baccata)
    Giftstoff: das Alkaloid Taxin
    Symptome: zuerst Unruhe, Erbrechen, Speicheln, zuletzt Apathie. Tod nach nur wenigen Stunden!
    Gegenmittel: keines!
    Beschreibung: auch ganz wenige Eibenadeln wirken tödlich! Gesammeltes Futter im Bereich einer Eibe kann den Giftstoff ebenso enthalten! mehr
     
  2. Klee und andere Schmetterlingsblütler (insbesondere Weißklee!)
    Giftstoff: Blausäure
    Symptome: Apathie, Atemnot (cyanogene Wirkung). Tod durch inneres Ersticken (Cyanose) innerhalb mehrerer Stunden.
    Gegenmittel: bei sehr frühzeitiger Verabreichung Natrium-Thiosulphat
    Beschreibung: eine Vergiftung wurde bisher nur nach Aufnahme sehr großer Mengen von Weißklee im Frühjahr beschrieben. Dies ist aber auch bei den anderen Schmetterlingsblütlern gut vorstellbar. mehr
     
  3. Rhododendron
    Giftstoff: Acetylandromedol (Blätter und Blüten)
    Symptome: starkes Speicheln, Magen-Darm-Krämpfe (enorm starker Kotabsatz). Tod innerhalb von 24 Stunden.
    Gegenmittel: ist mir unbekannt
    Beschreibung: Es genügen einzelne Blätter oder auch nur eine Blüte. mehr
     
  4. Seidelbast
    Giftstoff: Daphnetoxin, Mezerin
    Symptome: Unruhe, Speicheln, Krämpfe, Durchfall, später Apathie. Tod durch Kreislaufversagen nach wenigen Tagen.
    Gegenmittel: ist mir unbekannt
    Beschreibung: Es genügen wenige aufgenommene Blättchen. mehr
     
  5. Thuja (Lebensbaum)
    Giftstoff: Thujon
    Symptome: verminderte Aktivität, grünliche Uratausscheidungen
    Gegenmittel: ist mir unbekannt. Mariendistel-Präparate, die die Leberfunktion unterstützen, wirken hilfreich.
    Beschreibung: mehr
     
  6. Saftling (Hygrocybe, mehrere Arten)
    Giftstoff: steht den Muscaflavinen des Fliegenpilzes und den pflanzlichen Betalainen chemisch nahe.
    Symptome: unbekannt
    Gegenmittel: ist mir unbekannt.
    Beschreibung: Zu diesen Pilzen wurde mir ein nachgewiesener, tödlich verlaufener Vergiftungsfall bei einer Schildkröte berichtet. mehr nachzulesen und auch hier
     
  7. Manche Tierärzte machen auch Efeu und vor allem scharfen Hahnenfuß (Ranunculus acer) für auftretende Vergiftungen und Todesfälle verantwortlich. Es ist gut vorstellbar, daß auch andere Pflanzen, die denselben Giftstoff enthalten, für Schildkröten giftig wirken.

  8.  
     
Grundsätzlich sollte der Schildkrötenhalter alle bekannten Giftpflanzen mit größter Vorsicht betrachten und von einer Fütterung unbedingt absehen, weil man hierüber bei Schildkröten noch viel zu wenig weiß.

Weitere Möglichkeiten für Vergiftungen bei Schildkröten sind:

  • Pflanzenschutzmittel aller Art
  • Holzschutzmittel
  • Kunststoffe/Dekoration im Terrarium oder Gartenfreigehge, die die Tiere evtl. anknabbern (Styropor zur Isolation wird mit Kalzium verwechselt!).

 

Eibe:
Eibe scheint für Schildkröten wie für Säuger eines der gefährlischten Gifte zu enthalten. Alle mir bei Schildkröten beschriebenen Fälle endeten auch mit schneller tierärztlicher Behandlung innerhalb weniger Stunden tödlich.
Was häufig unbekannt ist: auch die unter einer Eibe wachsenden Pflanzen, egal welcher Art, nehmen den Giftstoff durch heruntergefallene und verrottende Eibenadeln über den Boden auf. Deshalb ist dringend davon abzuraten, Futterpflanzen unter einer Eibe zu sammeln.


Schmetterlingsblütler (u. a. Weißklee):
Alle Schmetterlingsblütler, insbesondere bestimmte Stämme (Sorten) des Weißklee, aber auch andere Schmetterlingsblütler [Fabaceae (Papilionaceae, Leguminosae) = alle Kleearten, Ginster, Platterbse, Wicke, Esparsette, Hauhechel, Robinie, Speiselinse, Speiseerbse, Luzerne, Lupine u. einige mehr ( www.http://www.guenther-blaich.de )], sowie einige Gräser enthalten im "Jugendstadium", also im Frühjahr ab dem Austrieb bis zu einem Alter von rund 2 Monaten höhere Konzentrationen von verschiedenen mehr oder weniger giftigen Stoffen.

Einer der Stoffe ist das blutgerinnungshemmende Cumarin. Allerdings gilt, daß die Wirkung des Cumarin zum Einen ausschließlich verzögert auftritt und zum Anderen wirklich mehrfach relativ große Mengen davon aufgenommen werden müssen, damit es überhaupt zu einer Vergiftung kommen kann. Es ist also sehr wenig wahrscheinlich, daß eine Schildkröte dadurch zutode kommt.

Ein weiterer, wesentlich giftigerer enthaltener Stoff in jungen Schmetterlingsblütlern ist die enthaltene Blausäure, die im Magen mithilfe der Magensäure und einiger Enzyme "freie" Blausäure = Kaliumsalz = Zyankali bildet und dadurch eine zyanogene Wirkung entfaltet. Zyanogen bedeutet, daß im Organismuns sehr große Mengen an Sauerstoff gebunden werden (Sauerstoffmangel) und nach mehreren Stunden der Tod durch Ersticken eintritt. Blausäure ist z. B. auch in der Bittermandel und in den Kernen der Steinfrüchte (Pflaume, Pfirsich, Aprikose, Kirsche, etc.) enthalten. Das Antidot (Gegenmittel) wäre Natrium-Thiosulphat, wenn es sofort nach Auftreten der ersten Symptome (Lethargie, Atemprobleme: nach Luft ringen) verabreicht wird.


Rhododendron:
Rhododendron scheinen viele Schildkröten instinktiv zu meiden. In den beiden mir beschriebenen Fällen frassen die Tiere von der Pflanze, nachdem sie sie jahrelang im Garten kannten und immer ignoriert hatten.
Einem der beiden Tiere wurde nach 15 Jahren eine tiefhängende Blüte zum Verhängnis. Der Besitzer beobachtete nachmittags amüsiert seine T. horsfieldii beim Fressen dieser Blüte. Am nächsten Morgen war sie völlig apathisch. Aus Mund und Nase quoll Schaum und sie setzte aussergewöhnlich viel Kot ab (normale Konsistenz, normale Farbe, kein Durchfall). Wenige Stunden später war das Tier tot.
Im zweiten Fall fraß eine T. hermanni eines oder mehrere Blätter und verstarb am nächsten Tag.


Seidelbast:
Mir ist (glücklicherweise) nur eine einzige Seidelbastvergiftung bekannt geworden. Eine kleine Pyxis arachnoides (Spinnenschildkröte) fraß nach einem Sturm von einem Ast, den der Wind in's Freigehege geweht hatte, einige Blätter. Das Tierchen verstarb nach 3 Tagen, ohne daß ihm der Tierarzt helfen konnte.

Thuja:
Die beliebte Heckenpflanze ist, entgegen mancher Angaben, für Schildkröten nicht so unproblematisch wie oft vermutet. Mir selbst passierte es, daß unser Hausmeister unangekündigt die Thujenhecke schnitt. So konnte ich das daneben befindliche Gehege nicht absperren. Die Schildkröten verspeisten ganz offensichtlich eine nicht unerhebliche Menge der in's Gehege gefallenen Blätter. In der darauffolgenden Zeit fiel mir ihre geringe Aktivität auf und nach ca. einer Woche beobachtete ich für eine Weile, daß 2 der Schildkröten gelblich-grün gefärbte Urate absetzten. Ein sicheres Zeichen für ein Leberproblem. Glücklicherweise war die aufgenommene Menge nicht hoch genug, daß es zu einer tödlichen Vergiftung kam. Die Schildkröten erholten sich gut und der Vorfall blieb zum Glück ohne Nachwirkungen.

Sehen Sie dazu auch die Seiten über Giftpflanzen.
 
 

Die Homepage wurde zuletzt aktualisiert am 21.09.2017    © E. K.