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Griechische Landschildkröte, Testudo hermanni - Terrarium für Schildkröten

Griechische Landschildkröten
(gilt auch für Maurische Landschildkröte und Breitrandschildkröte)

Nur in der Übergangszeit: Haltung im Terrarium

 

 

Zuerst einmal einige Grundgedanken zur Schildkrötenhaltung:
    Landschildkröten gehören zu den wechselwarmen Tieren, die eine Kerntemperatur (Stoffwechsel-Temperatur oder Vorzugstemperatur) von wenigstens 33 35 °C erreichen können müssen.
    Erst bei dieser Körpertemperatur sind im Organismus alle lebenswichtigen Organfunktionen ausreichend möglich.
    Diese Tiere sind auf die Wärmezufuhr von außen angewiesen (Sonne, Wärmestrahler), da sie keine eigenen inneren Mechanismen zur Erwärmung haben, wie wir das von Säugetieren her kennen.
    Schildkröten aus dem mediterranen Raum leben in Gebieten mit wenigstens 2500 3000 Sonnenstunden pro Jahr (z. B. München hat nur ca. 1700 Sonnenstunden/Jahr, also rund 30 - 40% weniger!).
    Die Schildkröten sollen zwar warm, aber nicht zu warm gehalten werden. Ein Terrarium muß immer so groß sein, daß die Schildkröten darin warme Zonen (40C unter dem Wärmestrahler), aber auch kühlere Zonen (Bereiche mit 20C) finden, damit sie sich die angenehmsten Temperaturbereich aussuchen können.
    Landschildkröten sind sehr bewegungsfreudige Tiere, wenn das Platzangebot ausreichend ist.
    vor allem die Jungtiere der Europäischen Landschildkröten müssen auf feuchtem Bodengrund gehalten werden.

Für ihre artgerechte Haltung in unseren Breitengraden ist bei Europäischen Landschildkröten deshalb eine ganzjährige Freilandhaltung meistens nicht möglich. Neben einer Haltung den Sommer über im Gartengehege mit beheizbarem Gewächshaus oder Frühbeetkasten ist je nach Wohnregion eine mehr oder weniger lange zeitweise Haltung im Terrarium erforderlich.

Dauernde Terrarienhaltung im beheizten Wohnzimmer macht diese Tiere unheilbar krank. Im Wohnraum sind die Temperaturen zu gleichmäßig hoch. Die unbedingt nötige nächtliche Temperaturabsenkung auf gut unter 20C fehlt. Die Schildkröten haben deshalb Tag und Nacht einen sehr hohen Stoffwechsel, weshalb sie viel zu schnell wachsen. Zu schnelles Wachstum ergibt bei Reptilien Knochenbau- und Nierenprobleme. Siehe dazu im Kapitel "Biologie" den Menüpunkt "Wachstum".
Deshalb sollte man sich keine Europäische Landschildkröte anschaffen, wenn man keinen Garten oder nicht wenigstens einen geeigneten Wintergarten für die Unterbringung hat. Europäische Landschildkröten sind auch nicht so empfindlich, daß sie im Sommer nachts oder in kurzen Schlechtwetterperioden in's Haus geholt werden müssen. Warum das so ist, versuche ich hier auf diesen Seiten zu erläutern.

Zu den Europäischen Landschildkröten zählt man:

  • Griechische Landschildkröte (Testudo hermanni)
  • Maurische Landschildkröte (Testudo graeca ibera aus der Türkei, etc.)
  • Breitrandschildkröte (Testudo marginata)
  • bedingt auch Russische Vierzehen Landschildkröte oder Steppenschildkröte (Testudo horsfieldii)

Landschildkröten aus Nordafrika (Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen und Ägypten) und aus Vorderasien (Syrien, südliche Türkei) sind insgesamt anders zu halten als europäische Tiere und erfordern meist eine andere (noch hochwertigere) Terrarien-Ausstattung, da sie bei uns oft nicht oder nur selten im Freiland gehalten werden können.
Siehe hierzu die Homepage: www.nabeulensis.de, die Seite über nordafrikanische Landschildkröten.
 

Terrarienhaltung wann?

Aufteilung nach Kalendermonaten (gilt eher für T. hermanni boettgeri und T. marginata):

JFMAMJJAS OND
Winter-
ruhe
Winter ruhe EndeTerrarium TerrariumTerrarium oder zeitweise Freiland Terrarium oder zeitweise Freiland Freiland Freiland Freiland Freiland Freiland FreilandTerrarium oder zeitweise Freiland TerrariumWinterruhe vorbereitung Winter- ruhe
4C 4 - 15C nachts 13C
/
tags 20C
nachts 13C
/
tags 22C
nachts 15C
/
tags 23C
nachts 16C
/
tags 23C
nachts 18C
/
tags 25C
nachts 20C
/
tags 28C
nachts 22C
/
tags 32C
nachts 22C
/
tags 28C
nachts 20C
/
tags 26C
nachts 18C
/
tags 24C
nachts 18C
/
tags 22C
nachts 15C
/
tags 18C
nachts bis unter 10C
/
tags bis 15C
4C

Die Temperaturangaben sind ca-Werte! In jedem Fall muß durch die Temperaturgestaltung ein deutlich erkennbarer Jahresrhytmus entstehen. Das Terrarium darf deshalb auch nicht im Wohnzimmer stehen, sondern sollte in einem wirklich hellen, aber wenig bis unbeheizten Raum untergebracht werden (z. B. Schlafzimmer).

Die westliche Unterart der Griechischen Landschildkröte (Testudo hermanni hermanni) und die Maurische Landschildkröte (Testudo graeca) sind ganzjährig (auch in der Winterruhezeit) etwas wärmer zu halten.
Die Steppenschildkröte (Testudo horsfieldii) benötigt tagsüber höhere Temperaturen, nachts jedoch eine stärkere Temperaturabsenkung! (siehe auch: http://www.horsfieldii.de.vu)

Diese Aufteilung kann, je nach wärmerer oder kälterer Wohnregion, etwas unterschiedlich aussehen.
Im Rheinland und in milden Weinbau- oder Tabakanbaugebieten kann die Freilandhaltung durchaus länger sein. Im bayrischen Voralpenland, Bayrischen Wald, etc. eventuell sogar kürzer. Manche traumhaft warmen Jahre ermöglichen vielleicht sogar eine fast ganzjährige Freilandhaltung, manche "Schmuddelwetterjahre" machen es sicher erforderlich, daß die Tiere mehr Zeit im Terrarium verbringen müssen. Siehe dazu auch den Menüpunkt "Freilandaufenthalt"

Die Tiere dürfen in dieser Zeit nicht nur einfach auf dem Fußboden herumlaufen oder ihr Dasein in einem Karton fristen müssen. Da die Terrarienzeit ca. 1/4 bis 1/3 ihres Lebens ausmacht, ist eine sehr sorgfältige und hochwertige Terrarienausstattung notwendig, damit die Schildkröten wirklich artgerecht leben können und gesund bleiben.
 
 

Die Homepage wurde zuletzt aktualisiert am 17.11.2017    © E. K.