Spendenaufruf

FreeCounter by eurocounter.com
EUROCOUNTER
 
zurück zum Hauptmenü
Startseite
Neu: Schildkröten- Adventskalender 2017
Im Wandel der Zeit...
About Me
Sitemap
Begriff suchen
 

 

Es sind  7  Besucher online.
Größte Zahl gleichzeitiger Besucher war am 15.08.2013
mit  326  Besuchern.
Licht für Griechische Landschildkröten, Testudo hermanni

Griechische Landschildkröten
(gilt auch für Maurische Landschildkröte und Breitrandschildkröte)

Es werde Licht: die Terrarienbeleuchtung



 
 
    Übersicht:
Licht für Landschildkröten
Vergleich verschiedener Lampen
Stromkosten berechnen
Beleuchtungslänge
Licht-Rhytmus als Tabelle

 

Licht ist für unsere Schildkröten als wechselwarme und sonnenhungrige Tiere ein enorm wichtiger Bestandteil ihres Lebens.
Licht steuert ihren Tag-/Nachtrhytmus, ihr Gefühl für die Jahreszeiten, es steuert die Hormonproduktion und ihren gesamten Stoffwechsel.
Dabei sind sie außerdem darauf angewiesen, daß die Lichtmenge und die Lichtqualität in etwa dem entspricht, was sie auch in der Natur vorfinden.
, denn ihre Hypophyse (Hirnanhangdrüse) steuert lichtabhängig sehr viele Vorgänge im Organismus.

Bedenken Sie, daß die Griechische Landschildkröte aus einem lichdurchfluteten Biotop, nämlich aus dem mediterranen Raum kommt. Als Beleuchtung für den Dauerbetrieb eignen sich daher nur lichtintensive, hochwertige Strahler wie hqi-Strahler (Halogenmetalldampf-Hochdruckstrahler), da sie einerseits sehr hell sind und gleichzeitig Wärme und etwas von der notwendigen UV-B-Strahlung abgeben.
Insgesamt ist ein hqi-Strahler im Verhältnis zu Stromverbrauch/Lichtleistung/Lichtqualität eine der besten Lichtquellen überhaupt.

Hier mal einige Beispiele für die Lichtleistung verschiedener Leuchtmittel:
(Quelle: Fa. Osram,  Leuchtmittel-Katalog 2000/2001)

 
eine gewöhnliche Glühbirne, 60 W  ca. 730 Lumen
eine gewöhnliche Glühbirne, 100 W 

besser sind dann schon die Reflektor-Glühbirnen.
In jedem Fall sind sie nur als Wärmestrahler, aber nicht zur Beleuchtung oder gar als UV-Quelle einsetzbar!!!
ca. 1350 Lumen
eine Leuchtstoffröhre Lumilux ecoplus daylight, 36 W (1,20 m lang) ca. 3250 Lumen
eine Kompaktleuchtstoffröhre (Osram Dulux), 36 W
oder "UV-Kompaktleuchtstoffröhre" (TerraSun-CL), 23W und änliche Lampen

bei allen Leuchtstofflampen ist die Lichtdichte nicht sonderlich groß, d. h. daß bei größerem Abstand die Lichtintensität ganz rapide nachläßt.

Mittlerweile hat sich ausserdem herausgestellt, dass gerade bei Verwendung von Kompaktleuchtstoffröhren das Risiko von Augenproblemen bis hin zu Augenschäden rapide ansteigt. Dies ist bedingt durch die unnatürlich hohe UV-Abgabe.
Von einer Verwendung für Reptilien ist entschieden abzuraten!

ca. 2900 Lumen
eine Halogen-Kaltlichtspiegel-Lampe, 50 W ca. 1430
bis 2580 Lumen
(je nach Abstrahlwinkel des Reflektors)
ein Halogenstrahler (Baustrahler-Variante mit Leuchtstab) hat neben einer schlechten Lichtqualität bei 100 W nur ca. 1650 Lumen
eine Philips ML(R),
Power Sun_UV,
Terra Sun UV-Plus,
Active UV-Heat,
Drago Lux, u. ähnliche Lampen, 100 W, bzw. 160 W

(alles Mischlichtlampen, die ohne Vorschaltgerät arbeiten)

Es sind Birnen, die einerseits einen "normalen" Glühdraht, wie eine Glühbirne, bzw. einen kleinen Halogenlichtkolben, haben, andererseits einen kleinen Hochdruckkolben, in dem ein Gas(gemisch) gezündet wird (ähnlich einer HQL).
Die Wärmeausbeute ist relativ hoch, aber die Lichtleistung für die 100, bzw. 160 W Stromverbrauch relativ schlecht. Die Lichtqualität läßt ebenfalls zu wünschen übrig.
Diese in letzter Zeit immer häufiger angebotenen Mischlichtlampen halten trotz ihres recht hohen Preises leider nicht das, was die Packung verpricht. Zur Wärme- und gelegentlichen UV-Versorgung sind sie durchaus brauchbar. Als alleinige Beleuchtung sind sie wegen ihrer schlechten Lichtqualität, der geringen Lichtleistung und der stark nachlassenden UV-B-Leistung nicht geeignet. Für Landschildkröten sind solche Strahler zur Licht-, Wärme- und UV-Versorgung deshalb nur als kurzfristige Übergangslösung anzusehen.

ca. 2600 Lumen
eine Quecksilberdampf-Hochdrucklampe HQL 125 W je nach Fabrikat und Lichtfarbe ca. 5.000 Lumen
eine Halogen-Metalldampflampe hqi mit nur 70 W/NDL ca. 5.200 Lumen
eine Halogen-Metalldampflampe hqi mit 150 W/NDL ca. 11.250 Lumen

Je nach geeignetem Reflektor über dem Brenner kann sich die Lichtleistung von allen Lampen noch um bis zu 40 % erhöhen lassen ! Das gilt aber nur, wenn der Reflektor genau auf die Birne/Röhre berechnet und abgestimmt ist! Backformen oder Alupapier sind kein Reflektor-Ersatz :-) 

Dann gibt es auch noch solche Leuchten oder auch solche; da erübrigt sich jeglicher Komentar ..... Im Mülleimer sind sie besser aufgehoben....

Glühbirnen   dürfen für alle Landschildkröten wegen der geringen Lichtleistung und der schechten Lichtqualität weder zur Grundbeleuchtung noch zur UV-Versorung verwendet werden. Sie können allenfalls eine vorübergehende Notlösung als Wärmestrahler sein. Dafür hat sich z. B. die Osram Concentra oder die Neolux am besten bewährt, da diese Birnen einen eingedampften Reflektor haben.

Sonnenlicht in den Bereichen, wo unsere Schildkröten leben, hat ca. 80.000 - 120.000 Lux/qm = Lumen, selbst an bedeckten Tagen immer noch 40.000 - 65.000 Lux/qm = Lumen !!!
Also ist die beste Lichtquelle, die wir bieten können immer noch ein schlechter Ersatz für das natürliche Sonnenlicht!
 


Stromkosten für Heizung und Beleuchtung berechnen: zur Berechnungs-Seite


Für Schildkröten besonders gut geeignete und preiswerte hqi-Strahler finden Sie hier: hqi-Strahler

Diese Seite  als bitte anklicken und abspeichern zum kostenlosen Herunterladen und Ausdrucken (licht.pdf , 100 kb)
 

Ein interessanter Link zum Thema Terrarienbeleuchtung befindet sich hier bei www.phelsuma.de


Unsere Landschildkröten reagieren aber nicht nur auf Temperaturen und eine bestimmte Lichtintensität, sondern sie spüren die Jahreszeiten auch durch die ansteigende und sinkende Tageslichtlänge. Länger werdende Tage regen bei ihnen Aktivität und Fortpflanzungsbereitschaft an; kürzer werdende Tage bereiten sie auch hormonell auf die Winterruhe vor. Deshalb ist es erforderlich, einen den Jahreszeiten entsprechenden Lichtrhytmus einzuhalten. Im Freiland geshieht das automatisch durch das Sonnenlicht (bis 21. Juni steigende, danach sinkende Sonnenstundenzahl). Damit dieser Rhytmus auch im Terrarium realisiert werden kann, schaltet man die Terrarienbeleuchtung am besten über eine Zeitschaltuhr ein und aus. Es wäre Unsinn, die Beleuchtung nach seinem persönlichen Rhytmus zu gestalten, denn dafür sind die Schildkröten von Licht und Sonnenwärme viel zu sehr abhängig.


                     In welchem Rhythmus soll das Licht am besten eingeschaltet sein:

diese Tabelle ausdrucken

Lichttabelle
Licht 30° nördl. Breite
  Licht ein Licht aus
Januar 7:30 18:00
  7:30 18:15
Februar 7:30 18:35
  7:30 19:00
März 7:30 19:30
  7:30 20:00
April 7:30 20:25
  7:30 20:45
Mai 7:30 21:05
  7:30 21:20
Juni 7:30 21:30
  7:30 21:25
Juli 7:30 21:15
  7:30 21:05
August 7:30 20:45
  7:30 20:20
September 7:30 19:55
  7:30 19:20
Oktober 7:30 19:00
  7:30 18:40
November 7:30 18:20
  7:30 18:00
Dezember 7:30 17:45
  7:30 17:50

 
 

Die Homepage wurde zuletzt aktualisiert am 17.11.2017    © E. K.