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UV-Bestrahlung - Griechische Landschildkröte, Testudo hermanni

Griechische Landschildkröten
(gilt auch für Maurische Landschildkröte und Breitrandschildkröte)

Rachitisverhütung: die richtige UV-B-Bestrahlung


 
 

UV-Strahlen wirken belebend, stärken das Immunsystem, reduzieren die Keimzahl auf Haut und Panzeroberfläche und beugen der lebensgefährlichen Rachitis vor!
Die UV-B-Strahlung (nicht, wie häufig angenommen, UV-A) ist nötig, damit die Tiere im Körper genügend Vitamin D3 bilden und damit genügend Kalzium in ihre Knochen einlagern können.
Am besten kann das durch natürliches Sonnenlicht geschehen. Da wir unsere Tiere aber nicht ganzjährig an die echte Sonne setzen können, sind wir, vor allem in der Übergangszeit, auf künstliche UV-Quellen angewiesen, die bei richtigem Einsatz ein guter Ersatz für das UV aus der Sonne sind.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten um die Tiere mit UV zu versorgen:

  • Verwendung von lichtstarken Strahlern, die gleichzeitig UV abgeben:  HQL-Lampen, wobei HQL zwar eine ausreichende Lichtmenge abgibt, aber nicht sooo viel UV-Strahlen. Eine zusätzliche, gelegentliche Bestrahlung mit der Osram Ultra Vitalux (siehe unten) ist dann ca. 2 x wöchentlich erforderlich.
  • Verwendung von hqi-Strahlern. Die hqi geben wesentlich mehr UV-B ab. Neuerdings sind fast nur noch hqi-Brenner ("hqi-Birnen") mit UV-Stop im Umlauf, aber der UV-Stop lässt ca. 20 % UV übrig, sodass dann bei den Schildkröten eine ca. 1 x wöchentliche Bestrahlung mit der Osram Ultra Vitalux (siehe unten) ausreichend ist.
  • Regelmäßige Verwendung der Osram Ultra Vitalux. Das ist eine Spezialbirne, die konzentriertes UV-B abgibt und deshalb im Abstand von einem Meter täglich nur minutenweise eingesetzt wird. Man beginnt mit einer Bestrahlungsdauer von 5 Minuten und steigert diese dann wöchentlich um 1 Minute, bis man auf täglich 15 bis 20 Minuten angekommen ist. 20 Minuten ist das Maximum.
    Da die Lampe konzentriert UV-Strahlung abgibt, ist eine Überwachung der Bestrahlungszeit mit einem Timer (Eieruhr) oder einer Zeitschaltuhr unumgänglich. Zu lange UV-Bestrahlung verursacht einen Sonnenbrand, ähnlich wie bei uns auch. Dadurch entstehen Haut- und Augenschäden bei den Tieren (deshalb sicherheitshalber auch die eigenen Augen mit einer Sonnenbrille schützen).

Was nicht verwendet werden sollte:
Die im Handel befindlichen sog. UV-Leuchtstoffröhren oder auch diese UV-Kompaktleuchtstoffröhren taugen nicht viel. Sie geben nur sehr wenig UV-Strahlung ab, die im laufenden Betrieb immer weniger wird, sodaß nach ca. sechs Wochen kein wirksamer UV-Anteil mehr vorhanden ist, der für Schildkröten ausreichen würde. Diese Röhren sollten daher alle 4 - 6 Wochen erneuert werden, was bei einem Preis von ca. 25,-- EUR sehr kostspielig ist.

Weiterhin werden in der letzten Zeit oft billige, sogenannte "Wärmelampen mit UV-Anteil" im Zoofachhandel verkauft. Messungen haben jedoch ergeben, daß der UV-Anteil nach wenigen Tagen nicht mehr vorhanden ist und Lichtmenge und Lichtqualität lassen mehr als zu wünschen übrig. Sie sind also allenfalls als Wärmestrahler brauchbar.

Die in letzter Zeit immer häufiger angebotenen Mischlichtlampen (z. B. , Terra Sun UV-Plus, Active UV-Heat, Drago Lux, etc.) halten trotz ihres recht hohen Preises leider nicht das, was die Packung verpricht. Zur Wärme- und gelegentlichen UV-Versorgung sind sie durchaus brauchbar. Als alleinige Beleuchtung sind sie wegen ihrer schlechten Lichtleistung und Lichtqualität und der stark nachlassenden UV-B-Leistung für Landschildkröten nicht geeignet. Für Landschildkröten sind solche Strahler zur Licht-, Wärme- und UV-Versorgung deshalb nur als kurzfristige Übergangslösung anzusehen.
 
 

Die Homepage wurde zuletzt aktualisiert am 17.11.2017    © E. K.