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Russische Landschildkröten
(gilt auch für andere Landschildkröten)

Wachstum

 

Wie und wie schnell soll / darf eine "Russische" Landschildkröte wachsen ?

In meinem Zoofachgeschäft erlebe ich es sehr häufig, dass die Halter von kleinen Europäischen Landschildkröten sich sehr darüber freuen, wenn ihr Schildkrötchen gut und schnell wächst.
Bedenken Sie aber bitte eines: Eine Schildkröte ist kein Goldhamster, der ab Geburt in 8 - 10 Wochen seine Endgrösse erreicht hat. Ein Goldhamster wird auch nur 2 - 3 Jahre alt, eine Schildkröte bei guter Pflege wenigstens 80 Jahre! Daher ist es bei einer Schildkröte absolut nicht erstrebenswert, daß sie einen Wachstumsrekord gewinnt, ganz im Gegenteil: Je langsamer sie wächst, desto gesünder ist es für sie!!!
Schildkröten wachsen ihr ganzes Leben lang. Am Anfang etwas schneller, später immer langsamer. Bei einer 20jährigen Schildkröte wird man den Zuwachs kaum mehr feststellen können; er liegt dann nur noch im Millimeterbereich.

Wenn so ein kleines Krötchen aus dem Ei purzelt, dann wiegt es maximal etwa 20 g:
Testudo hermanni hermanni schlüpft gerade mal mit 8 - 14 g.
Testudo hermanni boettgeri schlüpft etwa mit 14 - 18 g.
Testudo marginata schlüpft etwa mit 14 - 18 g.
Testudo horsfieldii schlüpft mit etwa 10 - 12 g Körpergewicht.

Wieviel darf nun eine kleine Landschildkröte zunehmen?

Die Gewichtssteigerung sollte unbedingt so aussehen:

  • im ersten Lebensjahr Gewichtsverdoppelung, also wiegt die Kleine mit 1 Jahr maximal 24 g
  • im zweiten Lebensjahr 50% Gewichtszuwachs, also wiegt die Kleine mit 2 Jahren maximal 36 g
  • im dritten Lebensjahr 50% Gewichtszuwachs, also wiegt die Kleine mit 3 Jahren maximal 55 g
  • im vierten Lebensjahr 50% Gewichtszuwachs, also wiegt die Kleine mit 4 Jahren maximal 80 g
  • im fünften Lebensjahr 50% Gewichtszuwachs, also wiegt die Kleine mit 5 Jahren maximal 120 g
  • in den weiteren Lebensjahren wieder 50% Gewichtszuwachs, also wiegt die Kleine mit 10 Jahren maximal 800 g, Männchen weniger, also eher 500 - 600 g
Die einzelnen Schilder auf dem Rücken haben bei einem neugeborenen Schlüpfling eine etwas gekörnelte Oberfläche, was ein Abdruck der Ei-Innenseite ist. Wenn eine Landschildkröte wächst, dann wächst um jedes einzelne Schild herum etwas dazu. Der Zuwachs ist schon bei kleinen Tieren deutlich zu erkennen, da er nicht mehr diese gekörnelte Oberfläche hat, sondern im Idealfall fast glatt ist. Im Laufe der Zeit entstehen dadurch sogenannte Wachstumsringe, die aber nichts über das Alter der Schildkröte aussagen. Ein neuer Ring entsteht immer dann, wenn die Kleine einen Wachstumsschub hat. Sind diese Ringe sehr dick oder breit und wulstig, dann bedeutet das, dass sie zu schnell wächst. Also bitte die Kleine nicht überfüttern!
Breitrandschildkröte, 8 Monate alt, ca. 40 g schwer
Breitrandschildkröte (T. marginata), 40 g, 8 Monate alt
so sollte der Zuwachs aussehen

Warum darf eine Schildkröte nicht zu schnell wachsen ?

Die Kleine hat in der Natur viele Jahre Zeit um gross zu werden. Die kargen Futterpflanzen, die trockenen Sommermonate, die Winterruhe: alles sind Faktoren, die das Wachstum eigentlich eher bremsen. Zudem muss gerade eine kleine Schildkröte immer auf der Hut vor Fressfeinden sein. Taucht also am Himmel über ihr eine verfressene Krähe auf, die gerade Futter für ihre Jungen im Nest sucht, dann wird sich eine kleine Schildkröte ganz schnell verstecken müssen, um nicht gefressen zu werden. Dann fällt halt diesmal das Mittagessen aus. So ein Zwergerl kann auch nicht an alle Pflanzen heranreichen und zudem muss sie ja auch eine ganze Menge laufen, um an ihr Futter zu kommen. Das kostet Kraft und Kalorien.
Auf dieses extrem karge Leben sind die Schildkröten aller Arten seit millionen von Jahren regelrecht programmiert. Leben sie bei uns in einer recht üppigen Terrarienwelt, dann neigen sie dazu, zu nehmen, was gerade geboten ist, denn morgen könnte es ja nichts zu fressen geben. Das führt leider dazu, dass sie bei uns meist schneller wachsen, als ihnen gut tut. Dieses schnelle Wachstum hat aber für die Tiere nur Nachteile: ein stabiler Knochenbau leidet darunter, die Knochen und die Gelenke werden weich und porös ausgebildet. Die Panzerform ist dann auch nicht mehr so schön gleichmäßig, sondern eher hoch wie ein Sandwich und oft auch noch höckerig. Als Folge davon ist der Knochenbau nicht mehr ausreichend belastbar (vor allem später bei den erwachsenen Tieren) und sie haben eine Fettleber.

Gerade die Russischen Landschildkröten sind eigentlich vor allem im Frühjahr richtige Fressmaschinen, die hineinschlingen, was nur irgendwie geht. Das ist bedingt durch die recht kurze Zeit im Frühling (März bis Mai), in der in ihrem natürlichen Habitat saftige Wiesenkräuter zur Verfügung stehen. Spätestens Mitte bis Ende Juni ist es in den Vorkommensgebieten so heiss, dass die Tiere nur noch getrocknete Pflanzen vorfinden und sich wegen der Hitze und dem Futtermangel oft in eine Sommerruhezeit zurückziehen, bis es im September wieder kühler ist und regnet. In unseren Terrarien und Freilandanlagen ist es ganz selten so heiss und das Futter ist immer saftig und frisch. Also wachsen gerade die Russen meist viel zu schnell. Zudem setzen sie sehr schnell "Speck" an, was für die Organe auch nicht gerade zuträglich ist (Herzverfettung, Leberverfettung!). Hier kann man gegensteuern, in dem man den Tieren viel grobfaseriges Futter und Heu anbietet und nicht so viel zartes Frischfutter und vor allem wirklich kleine Futtermengen! Gutes, hartes Heu hat einen geringeren Eiweissanteil als das übliche Frischfutter und dadurch haben die Tiere weniger "Baustoffe" zum Wachsen und mehr Ballaststoffe.

Eine Schildkröte hat leider kein Sättigungsgefühl, wie wir das haben. Sie ist auf Fressen programmiert und nützt ein zu gutes Futterangebot reichlich aus. Sehr gut gefütterte Tiere werden auch immer heikler und picken sich nur noch ihr Lieblingsfutter heraus. Damit sind sie dann auch noch einseitig ernährt. Besorgen Sie sich deshalb eine gute Waage, am besten eine digitale Briefwaage oder Küchenwaage (Wiegeeinheit im 1 g- oder 2g-Schritt) und wiegen Sie ihr Krötli wöchentlich. Notieren Sie sich das Gewicht in einer Tabelle. Damit haben Sie das Wachstum unter Kontrolle. Falls sie schneller wächst, als geplant, dann legen Sie einen weiteren Fastentag pro Woche ein, an dem die Kleine nur Heu bekommt und/oder verkleinern Sie die täglichen Futterportionen. Meiden Sie vor allem zuckerhaltige Futtermittel, wie z. B. Obst oder Tomaten. (Siehe dazu auch den Menüpunkt "Ernährung")

Wenn eine "Russische" Landschildkröte artgerecht ernährt wird und ihre Futterportionen nicht überdimensioniert sind, dann wächst sie bei uns fast so langsam, wie in ihrer natürlichen Umgebung. Wie heisst es doch so schön ? "Hunger ist der beste Koch !" Das gilt gerade auch für unsere Landschildkröten.
 
 

Die Homepage wurde zuletzt aktualisiert am 29.12.2017    © E. K.