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Kardinalfehler - Russische Landschildkröten, Steppenschildkröten, Testudo horsfieldii

Russische Landschildkröten

Kardinalfehler in der Schildkrötenhaltung

 

Leider gelten gerade die Landschildkröten bei uns häufig noch als "robuste, langlebige und einfach zu haltende Haustiere". Kaum einer stellt sich die Frage, warum von den vielen Millionen Schildkröten, die in den 60er- und 70er-Jahren bei uns importiert wurden, fast kein Tier mehr am Leben ist. Bei der hohen Lebenserwartung von Schildkröten müsste eigentlich rechnerisch in jedem Haushalt wenigstens eine Schildkröte leben.
Auch heutzutage, wo durch die strengen Artenschutzbestimmungen nur noch nachgezüchtete Jungtiere verkauft werden dürfen, sind immer noch einige dieser alten Haltungs- und Fütterungsratschläge im Umlauf, die einer Schildkröte das Leben kosten können. Gerade die kleinen Tiere sind recht empfindliche Pfleglinge und erfordern besonders viel Aufmerksamkeit. Zum Glück gibt es aber mittlerweile genügend neue Erkenntnisse, die eine artgerechte Haltung durchaus möglich machen.

Bei meiner langjährigen Arbeit im Zoofachhandel begegnen mir leider ab und an auch einmal Tiere, die durch falsche Haltung krank geworden sind. Das ist zwar zum Glück nicht die Regel, aber auch wenn es nur einzelne Tiere sind, so finde ich es trotzdem immer wieder traurig, weil diese Haltungsschäden absolut vermeidbar wären. Daher möchte ich hier einige Beispiele aufzeigen, um Sie dazu anzuregen, es besser zu machen.

Einer der Hauptfehler in der Landschildkrötenhaltung ist der, dass die Tiere ihre arteigene Stoffwechseltemperatur nicht genügend erreichen können, d. h. eine zu kühle Haltung. Unser Klima ist nunmal nicht für Schildkröten geeignet (sonst würden auch in Deutschland Landschildkröten in freier Natur leben) und wir müssen in Anbetracht dessen versuchen, ihre natürlichen Bedingungen, auch die dort herrschenden Lichtverhältnisse und Temperaturbereiche, so gut wie möglich nachzuempfinden. Sicher wird man hier einen Garten nicht in eine Kasakstanische Steppe verwandeln können, aber die Grundvoraussetzung, ausreichende Wärme, in Quantität und Qualität genügend Licht und geeignetes Futter anzubieten, muss im Garten und auch im Terrarium realisiert werden, um die Tiere bei uns gesund zu erhalten.
Daher hat eine Landschildkröte auf dem Zimmer-Fussboden nichts zu suchen. Hier hat sie weder genügend Licht, noch stimmt die nötige sonnenlichtähnliche Lichtqualität. Auch ein Fensterplatz ist hier nicht ausreichend, da das Glas die für die Tiere notwendige UV-Strahlung (zur Bildung von Vitamin D3) ausfiltert. Rachitis und andere Stoffwechselprobleme wären die Folge. Für Europäische Landschildkröten ist den Sommer über eine Haltung im Garten mit entsprechender Ausstattung (fest angelegtes, sonnenexponiertes Gartengehege, beheizbarer Frühbeetkasten oder Gewächshaus für kühle Phasen) unbedingt notwendig. Für die kühlere Übergangszeit in Frühjahr und Herbst verlangt die Unterbringung im Haus ein grössenmässig ausreichendes, sachgerecht gestaltetes Terrarium mit den entsprechenden Temperaturen, einer intensiven Lichtquelle, geeigneten Versteckmöglichkeiten und artgerechtem Bodenmaterial, damit auch hier ein vernünftiger Stoffwechsel und somit eine artgerechte Lebensweise gewährleistet ist. Die Tiere sind seit Jahrmillionen darauf regelrecht "programmiert". Nichtbeachtung führt unweigerlich zu Erkrankungen: Die Tiere bekommen bei zu kalter Haltung Stoffwechselprobleme: die Nährstoffe werden nicht mehr ausreichend aufgenommen, daraus ergibt sich unter anderem auch Unterernährung, Rachitis, Nierengicht, Gelenksgicht und/oder Panzerverformungen. Weiterhin leiden am Fußboden gehaltene Tiere durch den Hausstaub häufig unter chronischen Atemwegsreizungen und sie neigen wegen der Zugluft leicht zu Erkältungskrankheiten. Auch haben die Schildkröten auf dem Fußboden keinerlei Möglichkeiten, sich in unterschiedliche Temperaturzonen (heiss oder kühl) und vor allem in verschiedene Feuchtigkeitsbereiche zurückzuziehen. Meist ist die Zimmerluft (vor allem während der Heizperiode durch Zentralheizung) viel zu trocken, was wiederum den Atemwegen schadet. Siehe dazu den Menüpunkt Heizung und Beleuchtung.


diese Landschildkröte wurde über Jahre zu kühl gehalten; 
die Wachstumsschäden sind nicht mehr korrigierbar

Eine weitere Fehlerquelle ist gar nicht so selten das Bodenmaterial, auf dem eine Schildkröte gehalten wird. Die Tiere bekommen Verstopfung und evtl. tödlichen Darmverschluss, wenn sie wegen ballaststoff- oder mineralstoffarmer Nahrung oder wegen Darmparasiten ungeeigneten Bodengrund aufnehmen. Hierzu gehören z. B. Kies, Katzenstreu, Kleintierstreu und Vogelsand. Torf eignet sich wegen der grossen Staubentwicklung (bewirkt Atemwegs- und Augenreizungen) ebenfalls nicht. Heu darf nur in trockenem Zustand angeboten werden und es muss sichergestellt sein, dass es trocken bleibt. Feuchtes Heu neigt zur Schimmelbildung, die Sporen siedeln sich u. U. in der Lunge an und bewirken evtl. unheilbare Erkrankungen. Daher ist ungedüngte Gartenerde als Untergrund am besten geeignet. Als guter Ersatz dafür ist gehäckselte Kokosfaser recht gut geeignet. Nebenbei ist es natürlich wichtig, den Bodengrund regelmässig zu wechseln, da er sonst eine Brutstätte für Bakterien, Pilze und Parasiten wird. Siehe dazu den Menüpunkt Terrarienausstattung.


diese Schildkröte hat Darmverschluss wegen aufgenommener Steinchen ,
weil sie kein artgerechtes Bodenmaterial hatte

Manchen Haltern ist nicht bewusst, dass sie mit völlig falschen Futtermitteln ihren Landschildkröten mehr schaden als nützen. Die Nahrung sollte kalorienarm, ballaststoffreich und eiweissarm sein. Eine zu üppige Fütterung verursacht die gleichen Schäden, wie bei uns: Herz- und Leberverfettung, Nierenprobleme mit entsprechenden Folgen. Alle Stoffe, auf die so ein Reptil nicht von Natur aus eingerichtet ist und für die seine Verdaungsorgane nicht beschaffen sind, schaden unweigerlich, so als ob wir, wie z. B. ein Ameisenbär, kiloweise Ameisen vertilgen und dann die Ameisensäure nicht vertragen. Daher sehen Sie sich bitte sehr sorgfältig den Menüpunkt Ernährung an.

Griechische Landschildkröte
so sieht eine Schildkröte aus, wenn sie jahrelang kein artgerechtes Futter bekam



Ich möchte hier auch noch einige andere Fehler aufzählen, die dazu führen, dass Landschildkröten bei uns ernsthaft erkranken können:

Panzerpflegemittel sind für eine Landschildkröte alles andere als notwendig. Der Panzer ist ein lebendes Gewebe, das gut durchblutet ist und atmet (ähnlich, wie unsere Haut atmet). Die meist ölige Flüssigkeit von Panzerpflegemitteln verstopft die Poren. Es kann auch keine Feuchtigkeit mehr in die obere Hornschicht eindringen, was den Panzer spröde macht.

Verletzungen durch andere Haustiere (vor allem Hunde, die die Schildkröte in einem unbeobachteten Augenblick als Kauknochen missbrauchen) und freilebende Tiere (hier vor allem Ratten) kommen immer wieder mal vor. Eine Schildkröte hat keinerlei Möglichkeit, sich gegen solche Angriffe zu wehren. Auch Ihr ruhiger und freundlicher Waldi ist zu solchen Missetaten in der Lage; denken Sie bitte nie: "Meiner tut sowas nicht!" Daher ist es wichtig, dass Hunde von einer Schildkröte konsequent ferngehalten und dass Außenanlagen gegen Ratten geschützt werden. Auf dem nachfolgenden Bild sieht man eine Schildkröte, die das Beknabbern durch einen Hund überlebt hat.


hier braucht es keine Worte mehr !

Ein gefürchtetes Thema bei vielen Haltern ist die Winterruhe. Auch hier werden immer wieder einmal Fehler gemacht. Für eine erfolgreiche Winterruhe ist nötig, dass das Tier in einer guten Verfassung ist, vorher evtl. durch einen Tierarzt noch einmal untersucht wurde und dass das Tier mit einer sachgerechten Vorbereitung und bei den richtigen Temperaturen (2 - 4 °C für Steppenschildkröten, 4 - 6°C für Griech. und europäische Maurische Landschildkröten) eingewintert wird. Ein Kellerraum oder ein Dachboden ist wegen der zu hohen Temperaturen und oft starken Temperaturschwankungen nicht geeignet. Eine nur etwa passende Temperatur, zu geringe Substratfeuchte oder ungeeignetes Substrat kann zu grossen Problemen führen. Daher überwintere ich meine Landschildkröten in einem extra Kühlschrank, den ich den geforderten Bedingungen gut anpassen kann. Siehe dazu den Menüpunkt Winterruhe.

So manch ein Schildkrötenhalter vergisst, dass sein Pflegling auch mal krank werden könnte. Zu den häufigsten Erkrankungen zählt ein Parasitenbefall des Darms. Wird wenigstens einmal jährlich von einem schildkrötenerfahrenen Tierarzt eine Kotpobe untersucht und das Tier bei Bedarf gleich behandelt, wird eine geringe Parasitenbelastung dem Tier nicht übermässig schaden, wenn es ansonsten artgerecht untergebracht ist. Wird diese Routineuntersuchung aber "vergessen", dann kann das fatale Folgen haben. Wenn die Tiere wegen dem Befall abnehmen, nicht wachsen oder sich wegen der Parasiten geschwächt in ihr Versteck zurückziehen, dann ist oft schon höchste Eisenbahn....  siehe dazu unter "Krankheiten" den Menüpunkt Parasiten.

Spulwürmer
So sieht ein parasitenbefallener Darm einer Schildkröte aus, wenn sie nicht behandelt wird.
Diese Befallsstärke kann u. U. schon tödlich sein.

Wenn Sie eine neue Schildkröte dazu bekommen, dann muss ein solches Tier in einem extra Terrarium oder Freigehege in Quarantäne gesetzt werden. Alleine ein Wurmbefall oder andere Infektionskrankheiten können den schon vorhandenen Tieren zum Verhängnis werden. Eine Ansteckung ist meist leicht möglich. Einige Krankheiten sind auch nicht gleich ersichtlich und es ist kein Kriterium, wenn das neue Tier herumläuft und frisst ! Auch schwererkrankte Tiere fressen. Eine Erkrankung kann auch gerade wegen dem Stress durch den Ortswechsel erst zum Vorschein kommen. Siehe dazu unter Krankheiten den Menüpunkt Quarantäne.

Eine Schildkröte ist kein gefühlloses Wesen ! Auch Schildkröten können unter Stress leiden, wenn die Haltung nicht stimmt: Zu viele Tiere aufeinander oder ein zu kleines Terrarium (auch für ein Tier), dauernde Rangkämpfe in einer Schildkrötengruppe, der nicht sachgerechte Umgang mit dem Tier durch Kinder (dauerndes Hochheben oder Knuddeln, Spiel mit der Kröte im Sandkasten, etc.), laufende "Umbaumassnahmen" in Terrarium oder Gartengehege führen zu Stress. Auch physiologischer Stress ist bei Schildkröten möglich: Kein Tier fühlt sich wohl, wenn seine Grundbedürfnisse in Sachen Licht, Wärme, Feuchtigkeit und artgerechtem Futter nicht erfüllt werden. Krankheiten sind unweigerlich die Folge. Siehe dazu die Menüpunkte "Beleuchtung", "Heizung" und "Ernährung".
 
 

Die Homepage wurde zuletzt aktualisiert am 29.12.2017    © E. K.