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Nierenprobleme - Russische Landschildkröten, Steppenschildkröten, Testudo horsfieldii

Russische Landschildkröten

Nierenprobleme

 

 

   Übersicht:   Ein sehr stark ausgetrocknetes Tier
Ein sehr stark ausgetrocknetes Tier


Ursachen
Folgen
Symptome
Vorbeugung
 
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Nierenfunktionsstörungen gelten derzeit bei allen Testudo-Arten (Griechische und Maurische Landschildkröte, sowie Breitrandschildkröte und Steppenschildkröte) als die Haupttodesursache.

Genau der einerseits sehr "praktische" und biologisch sehr wichtige Vorgang, daß als Anpassung an regenarme Lebensräume zur Einsparung von Flüssigkeitsausscheidung die Endprodukte aus der Eiweißverdauung zu kompakter Harnsäure, die sogenannten Urate (die weiße Substanz im Urin) umgewandelt werden, führt andererseits bei ungünstigen Haltungsbedingungen dazu, daß diese in feinste Kristalle umgewandelten Harnsäuresalze die Nieren an ihrer Arbeit behindern oder sogar ihre Funktion zum Erliegen bringen. Nierengicht, Gelenkgicht, nierenbedingte Panzererweichung (renale Osteodystrophie) und letztendlich Nierenversagen ist das Resultat. Ein sehr langwieriger und kläglicher Tod steht solchen Tieren bevor...

Die Ursachen:

  • zu zuckerhaltige/kohlenhydratreiche Ernährung Harnwegsinfektion durch bestimmte Einzeller (Hexamiten)
  • zu kalte Haltung (die Nieren "kommen zu selten richtig in Schwung"; beachte: Schildkröten sind wechselwarme Tiere); siehe hierzu auch: Stoffwechsel
  • zu trockene Haltung verbunden mit Wassermangel (die Nieren werden mangels Flüssigkeit nicht richtig durchgespült)
  • zu eiweißreiche Fütterung (es entstehen zu viele Eiweißabbaustoffe, die die Nieren belasten); siehe hierzu auch: Ernährung

Die Folgen:

Wenn die Nieren die durch den Eiweißabbau entstandenen Urate nicht mehr entsorgen können, dann "verstopfen" diese Kristalle nach und nach die feinen Nierenröhrchen (Nierentubuli) und behindern so die Entsorgungsarbeit der Nieren. Das bewirkt geschwollene Nieren. Weiterhin werden die Harnsäuresalzkristalle in das Nierengewebe eingelagert, es entsteht eine Nierengicht, begleitet von Störungen in der Nebenniere und Knochenerweichung. Später lagert der Organismus diese Kristalle in die Gelenke ein, was verdickte Gelenke (vor allem in den Hinterbeinen) verursacht. Dies nennt der Mediziner Gelenkgicht.

Die Symptome:

  • Eines der ersten Symptome für Nierenfunktionsstörungen ist, daß die Schildkröten auffällig viel trinken und/oder außergewöhnlich oft in ihrer Badeschale anzutreffen sind.
  • Die Schildkröten werden ruhiger, fressen nicht mehr so gut und verstecken sich zunehmend.
  • Der Urin ist nicht, wie üblich, klardurchsichtig, sondern gelb (Blasenentzündung) oder rötlich (Blutanteile) verfärbt (nicht zu verwechseln mit einer bräunlichen Verfärbung bei Löwenzahnverfütterung)
  • Der Urin wirkt etwas zähflüssiger (wie Sirup -vor allem bei einer Hexamiteninfektion- oder gallertig -bei Wassermangel-)
  • Die Urate sind verhärtet, bröselig-griesig, manchmal verfärbt (grau, gelblich)

    normale Urate Urate, gelb verfärbt graue, bröslige Urate rosa verfärbte, griesig-bröselige Urate
    Urate, so wie sie sein sollten: cremig und weiß Urate, gelblich verfärbt Urate, grau verfärbt, bröselig Urate, griesig-bröselig;
    rosa verfärbt (Blut)
     


  • Die Augen sinken zunehmend tiefer in die Augenhöhlen
      Bild anklicken zum Vergrößern
     
    gesundes Auge eingefallenes Auge eingefallenes Auge
    gesundes Auge tiefliegendes, kleines Auge eingefallenes Auge
     
  • Die Nickhaut (das "3. Augenlid") schlüpft beim geöffneten Auge wegen Flüssigkeitsmangel nicht mehr in ihre usprüngliche Position zurück (Nickhautvorfall). Ein Nickhautvorfall kann auch durch einen winzigen Fremdkörper unter der Nickhaut oder durch eine Augeninfektion verursacht werden, sollte aber in jedem Fall von einem Reptilientierarzt begutachtet und behandelt werden.

    Bilder anklicken zum Vergrößern
     
    gesundes Auge Nickhautvorfall Nickhautvorfall
    gesundes Auge Nickhautvorfall Nickhautvorfall
     
  • Da der Ischiasnerv bei Reptilien sehr nahe an den Nieren vorbei führt, verursachen geschwollene Nieren einen sehr schmerzhaften Druck auf diesen Nerv. Auch die verdickten Beingelenke verursachen Schmerzen und werden immer unbeweglicher. Das äußerlich sichtbare Anzeichen für solche Vorgänge sind die für den Laien schlecht erkennbaren Gelenksverdickungen und eine mehr oder weniger ausgeprägte Schwerfälligkeit beim Laufen. Vor allem die Hinterbeine können von betroffenen Schildkröten kaum noch oder nicht mehr benützt werden. Es scheint deshalb so, als ob die Schildkröte die Beine hinter sich herzieht.

    schmerzhafte Gelenkgicht: die weißen Kristalleinlagerungen sind sehr gut erkennbar    
    Gelenkgicht: massenhaft weiße
    Kristalleinlagerungen im Gelenk
       
     
  • Die durch die ständige Überlastung stark überforderten Nieren quittieren nach und nach ihren Dienst. Das hat auch negative Folgen für die Nebennieren. Da sie für die Steuerung des Knochenaufbaus zuständig sind, stellt sich bei so stark geschädigten Schildkröten ein langsam fortschreitender Knochenabbau ein: eine nierenbedingte Panzererweichung, die der Medinziner als renale Osteodystrophie oder als renales Syndrom bezeichnet.

    Bilder anklicken zum Vergrößern  
     
    nierenbedingte Panzererweichung mit Sepsis Knochenreste
    einjähriges Jungtier mit Nierenschaden,
    Panzererweichung und Sepsis
    Knochenreste Knochenreste
    Großansicht
    Jungtier mit Panzererweichung
    Jungtier mit Panzererweichung
     
  • Im stark fortgeschrittenen Stadium können die Nieren das Wasser aus dem Organismus nicht mehr ausreichend entsorgen. Es wird deshalb Wasser im Bauchraum, am Hals, in den Gliedmaßen oder um das Auge herum unter der Haut eingelagert (Ödembildung).

    Auf den nachfolgenden Bildern sieht man, wie diese Ödeme ausssehen.

  • Bilder anklicken zum Vergrößern
     
    Ödembildung am Auge Ödembildung am Fuß Ödembildung am Bein
    Ödembildung am Auge Ödembildung am rechten Hinterfuß Ödembildung am linken Hinterbein

     

Falls Sie solche Veränderungen an einem Ihrer Tiere feststellen, gehen Sie mit ihm umgehend (bei Ödembildung auch noch abends oder am Wochenende!) zu einem wirklich schildkrötenerfahrenen Fachtierarzt für Reptilien, um es sofort behandeln zu lassen, auch wenn das Tier sich wenig auffällig verhält und noch frisst!!!.
Ein noch so bemühter Kleintier-Tierarzt kann hier keinesfalls weiterhelfen. Bringen Sie dem Fachtierarzt veränderte Urin-/Uratauscheidungen in die Sprechstunde mit (in ein verschließbares, sauberes Döschen packen oder aus dem Badewasser mit einer 10-ml-Einwegspritze heraussaugen). Das erleichtert ihm die Diagnose.

 

Vorbeugung:

Um solchen schwerwiegenden und nicht selten tödlichen Problemen vorzubeugen, bedarf es eigentlich nur einem vergleichsweise geringen Aufwand:

  • Halten Sie vor allem Jungtiere nicht auf zu trockenem Bodengrund. Gerade der Schlafplatz sollte immer ganz leicht feucht gehalten werden. (sprühen, nicht gießen!)
     
  • Baden Sie kleinere, noch im Wachstum befindliche Tiere wenigstens 2 x pro Woche für 10 - 15 Minuten in lauwarmem Wasser (30°C)
     
  • Stellen Sie immer eine Trink- und/oder Bademöglichkeit mit sauberem Wasser zur Verfügung
     
  • Füttern Sie kein Obst an Russische Landschildkröten
     
  • Füttern Sie keine zu eiweißreichen Pflanzen (Klee, Brennesseln, Luzerne, Esparsette, Laub von Hülsenfrüchten, Kohl, etc.). Harte, feste Blätter und Gräser enthalten weniger Eiweiß als zarte, weiche Pflanzenteile.
     
  • Füttern Sie keine Fertigfuttermittel aus dem Zoohändler-Regal, die zu viel Eiweiß enthalten (bis max. 12% Eiweiß / Rohprotein und max. 5% Kohlenhydrate, dafür Rohfaser über 20%! i. Tr.). Einzige Ausnahme: Heucobs.

    Verbotene Futtermittel    

     
  • Füttern Sie Ihre Tiere 1 x täglich sparsam und rohfaserreich, siehe hierzu auch die Fütterung mediterraner Landschildkröten und Ernährung von Steppenschildkröten
     
  • Halten Sie die Schildkröten bei ausreichend hohen Temperaturen, damit die Tiere ihre nötige Stoffwechseltemperatur erreichen können.
    Am Boden unter einem Wärmestrahler im Terrarium muß es 40°C haben! Im Freiland ist in unseren Breiten neben einem großzügig angelegten Freigehege ein beheiztes Frühbeet oder Gewächshaus erforderlich, damit die Schildkröten vor allem nachts und in längeren sommerlichen Kälteperioden nicht auf zu kalten Böden sitzen.

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Hier kann das Programm zum Anzeigen und Ausdrucken von pdf-Dokumenten kostenlos heruntergeladen werden



Mein herzlichster Dank für die Unterstützung zu dieser Seite geht an:

Herrn Dr. Henry Brames
Fachtierarzt für Reptilien
Heimgartenstr. 33
85221 Dachau bei München
Tel: 08131 / 55131
Fax: 08131 / 55132
www.qmvet.de

 
 
Die Homepage wurde zuletzt aktualisiert am 29.12.2017    © E. K.