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Stress bei Schildkröten - Russische Landschildkröten, Steppenschildkröten, Testudo horsfieldii

Russische Landschildkröten

Stress bei Schildkröten

 

 

Körperliche Stressreaktionen bei Schildkröten wirken meist erst mal relativ "primitiv", z. B. das Wasserlassen beim Hochheben eines sensiblen Tieres (deshalb Schildkröten auch nie unnötig hochheben!).
Stress kann sich aber in schlimmen Fällen sogar auf das gesamte Immunsystem (IS) auswirken, in dem dieses nicht mehr wirksam arbeiten kann. Dabei muß man auch wissen, daß das IS der Reptilien viel "einfacher gestrickt" ist (überwiegend paraspezifisches IS), wie das der Säuger (überwiegend spezifisches IS).

Woran erkennt man gestresste Schildkröten?

Stress kann sich bei Reptilien allgemein sehr unterschiedlich äußern.

Die für den Halter offensichtlichste Art ist das Verhalten:

  • Schon das Auf- und Ablaufen an einer Umzäunung spricht durchaus dafür, daß die Schildkröte in ihrem Gehege/Terrarium entweder noch nicht eingewöhnt ist (dies kann u. U. einige Wochen oder sogar Monate dauern) oder es hapert an entscheidenden Dingen.
  • Auch das monotone Auf- und Ablaufen an durchsichtigen Terrarienscheiben ist Stress pur: meist sind die Lichtverhältnisse im Terrarium viel zu dunkel und das Tier sieht eine hellere Lichtquelle außerhalb des Terrariums (Sonne am Fenster).
  • Auch das häufige Verstecken eines Tieres tagsüber kann auf Stress hindeuten, aber auch ein nächtliches "Nicht-Verstecken" oder der Rückzug in sehr ungewöhnliche Verstecke, nämlich wenn ein Tier mit den anderen Gruppenmitgliedern nicht zurecht kommt oder ein "Rambo" es unterdrückt.
    Lebt ein Tier viel versteckt (nicht zu verwechseln mit noch sehr kleinen Jungtieren, die in den ersten 2 Jahren immer etwas versteckter leben. Die Aktivität nimmt von Jahr zu Jahr zu), ist schon höchste Eisenbahn angesagt, denn das ist die letzte Stufe vor einer daraus folgenden organischen Erkrankung, hervorgerufen durch den Licht-, Wärme- und UV-Mangel !!!
    So lange bei der "Versteckerei" ein regelmäßiger täglicher Rhytmus zu bemerken ist (z. B. "Mittagsruhe"), so lange ist alles in Ordnung. Wenn aber sonst muntere Tiere sich immer häufiger verstecken, dann kann man davon ausgehen, daß etwas nicht stimmt. Entweder die Haltung insgesamt ist nicht in Ordnung (Licht!, Temperaturen, Ernährung, etc.) oder das Tier hat organische Probleme.
  • Eine schlechte Futteraufnahme, schlechtes Wachstum oder Gewichtsabnahme bei ausreichendem Futterangebot ist meist ebenfalls ein Stress-Symptom. Manche unterdrückten Tiere (vor allem bei Jungtieren) trauen sich gar nicht mehr richtig an das Futter.

 

Weniger (schnell) ersichtlich ist es dann, wenn sich Stress organisch bemerkbar macht:

  • Abmagerung durch schlechtes Fressen
  • verstärkter Parasitenbefall (siehe auch beruflich überlastete Menschen, die sind auch öfter krank)
  • andere organische Probleme wie z. B. Verdauungsstörungen (auch Schildkröten haben ein vegetatives Nervensystem, mit dem sie auf Stress reagieren).
  • UV- oder Kalziummangel bedeutet ebenfalls körperlichen/metabolischen Stress.
  • Legenot ist sehr häufig bedingt durch Stress (fehlende -wirklich geeignete- sonnige, warme und feuchte Eiablageplätze; störende (weil paarungswillige, aufdringliche) Männchen während der Eiablage.

 

Welche Faktoren führen zu Stress bei Schildkröten?

  • ein fehlender geschützter Unterschlupf oder die fehlende Möglichkeit, sich für Ruhepausen in zwar durchsichtigen aber dennoch verdeckten Verstecken aufzuhalten (Laub, das das Gehege teilweise etwas "überdacht", aber für die Schildkröten auch etwas Durchblick zuläßt).
  • fehlende jederzeit erreichbare geeignete Sonnenplätze oder die "falsche" Ausrichtung des Frühbeets zur Sonne (siehe den Punkt "Freilandhaltung"),
  • eine (teils) durchsichtige Umrandung, wo die Tiere "nach draußen" sehen können, bringt Stress mit sich (keinen Drahtzaun, Lattenzaun verwenden).
  • zu enge Durchgänge, wo nur ein Tier hindurch passt und zwei sich bereits stressen, wenn sie gleichzeitig durch wollen.
  • das falsche Feuchtigkeitsgefüge (zu nass, zu trocken; vor allem im Terrarium). Es müssen immer trockenere und feuchtere Regionen vorhanden sein.
  • zu wenig Bewegungsfreiheit durch mit Pflanzen und "Einrichtungsgegenständen" vollgestopftes Gehege oder Terrarium
  • das Gehege ist generell schlecht strukturiert, d. h. es fehlen Stellen, wo sich mehrere offene und verdeckte Plätze abwechseln.
  • möglicher Stress durch Gruppenhaltung, wo sich die Tiere nicht wirklich vertragen, sondern nur dulden. Vor allem wenn "Rambos" auf andere, unterlegene Tiere Druck ausüben.
    Vor allem Männchen sind meist eher unverträglich gegenüber anderen Gruppenmitgliedern, auch wenn sie sie nicht immer offensichtlich bekämpfen. Selbst unter Weibchen kann es Tiere geben, die sich nicht akzeptieren und so für andere eine eher stressige Konkurenz darstellen.
    Denken Sie immer daran: Landschildkröten sind keine geborenen Rudeltiere, sondern dulden sich auf engerem Raum nur wegen zu wenigen optimalen Plätzen zum Fressen, Schlafen und Aufwärmen.
  • in jedem Fall ist ein Weibchen gestresst, wenn es "gegen seinen Willen" von einem Männchen gepaart wird, also seine Hormonlage eigentlich keine Paarungsbereitschaft signalisiert. Naja, ich würde mich auch mehr wie bedanken, wenn da einfach so ein ungestümer Rüpel.....
  • verschiedene Arten in einem Gehege/Terrarium (z. B. Griechische und Russische Landschildkröten), die nicht "die gleiche Sprache sprechen" (unterschiedliches Verhaltensrepertoire), vertragen sich oft schlecht, auch wenn man es ihnen erst einmal nicht ansieht. Was für die eine Art normales Verhalten sein kann (Männchen rammen bei der Balz die Weibchen bei der Steppenschildkröte), kann für die andere Art schon Stress bedeuten (z. B. für die Griechische Landschildkröte), weil sie es nicht deuten und nicht damit umgehen kann.
  • zu viele Tiere auf zu engem Raum verursachen hochgradigen Stress bei allen Tieren, weil sie ihre manchmal nötige Distanz nicht mehr ausleben können (geschützter Rückzug für Ruhepausen). Für 1- 2 halbwüchsige bis erwachsene Schildkröten sehe ich als Mindestplatzbedarf in der sommerlichen Hauptaktivitätszeit ein Gartengehege von wenigstens 15 - 20 qm oder ein Terrarium von wenigstens 3 - 4 qm Grundfläche für die kurze Übergangszeit im Herbst und im Frühjahr an. Je größer, desto besser.
  • auch nicht-artgerechte Ernährung verursacht Stress: körperlichen/physiologischen Stress! Die Folge sind Verdauungsprobleme, verstärkter Parasitenbefall und Fettsucht oder Mangelerscheinungen (was beides auch gleichzeitig zutreffen kann)
  • es mangelt an geeigneten Lichtverhältnisse im Freigehege auch an trüben Tagen während längeren oder häufigen Schlechtwetterperioden.
    Erst recht haben die Tiere Stress, wenn ein Terrarium zu gering beleuchtet ist. Nicht nur, daß sich Stoffwechselerkrankungen einstellen (z. B. mangelhafter Knochenaufbau), sondern daß die Tiere bei zu dunkler Haltung immer träger werden, weil der gesamte Stoffwechsel nicht mehr richtig in Schwung kommt (zu hohe Melatoninausschüttungen bei zu dunkler Haltung).
  • ungeeignete Haltungstemperaturen, vor allem in der Übergangszeit oder während Schlechtwetterphasen, bedeuten physiologischen Stress, weil die Tiere nicht mehr ausreichend ihre benötigte Stoffwechseltemperatur (35°C) erreichen können und deshalb der gesamte Stoffwechsel nicht mehr richtig funktionieren kann.
    Aber auch permanent zu warme Temperaturen (vor allem im Zimmer-Terrarium) können zu körperlichem Stress und Fehlwachstum führen: fehlende nächtliche Temperatur-Absenkung schadet allen Reptilien.
    Auch zu schnelle Temperaturschwankungen sind nicht gerade stressmindernd.
  • zu selten gereinigte Behälter oder Gehege/Frühbeete verschaffen den Tieren körperlichen Stress durch eine dadurch bedingte stärkere Parasitenvermehrung (in freier Natur kommen sie mit ihren "Häuferl" kaum mehr in Berührung, im Gehege oder Terrarium permanent!)
  • Beispiele gibt es viele, die die Menschen meist aus Unachtsamkeit produzieren.

Natürlich sind Stressreaktionen immer in zeitlicher Abhängigkeit zu sehen, denn sie dauern so lange wie der stressauslösende Einfluss. Das kann für Sekunden, Minuten oder auch mehrere Monate sein, je nach Ursache. Wenn aber z. B. die Paarungszeit in geregelten, weil jahreszeitlich angepassten, Bahnen abläuft, dann ist ein geschlechtsreifes, hormonell paarungsbereites Weibchen sicher nicht negativ gestresst. Dagegen können sich schon männliche Jungtiere, die beginnen miteinander zu rivalisieren, ganz schön auf den Senkel gehen...

Jegliche Arten von Stress bedeuten für die Tiere immer ein erhöhtes Krankheitsrisiko. Vor allem kommt es bei Stress (ähnlich wie beim Säuger) immer zu verstärkten Ausschüttungen von körpereigenem Kortison, was sich bei einem Zuviel wiederum in organischen Problemen auswirken kann. Ein Teufelskreis...


 
 
Die Homepage wurde zuletzt aktualisiert am 29.12.2017    © E. K.